29. Juli 2026

Insolvenzverfahren der Keim & Brecht OHG: Investorenprozess für Filialen schreitet voran – Produktion wird Ende Juli eingestellt

Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Keim & Brecht OHG mit Sitz in Mittelbiberach setzt sich der Investorenprozess für das Filialgeschäft positiv fort. Das Insolvenzverfahren wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Ravensburg zum 1. Juni 2026 eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Diplom-Wirtschaftsjurist Tobias Sorg bestellt.

Seit der Eröffnung des Verfahrens wurde gemeinsam mit dem M&A-Berater allea consult ein strukturierter Investorenprozess durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche potenzielle Erwerber angesprochen. Mehrere Interessenten haben Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnet, Betriebsbesichtigungen durchgeführt und Angebote abgegeben. Derzeit liegen für verschiedene Bäckereifilialen Kaufangebote vor. Die Verhandlungen mit den jeweiligen Interessenten dauern derzeit an. Ziel ist es, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze im Verkaufsbereich zu erhalten.

Ein Abschluss der Transaktionen steht allerdings noch aus. Insbesondere sind derzeit noch verschiedene wirtschaftliche und vertragliche Fragestellungen – etwa im Zusammenhang mit Mietverhältnissen – zu klären. Der Investorenprozess befindet sich daher weiterhin in einer entscheidenden Phase. Nach der aktuellen Zeitplanung sollen die Verhandlungen im Juli abgeschlossen und die Transaktionen – vorbehaltlich des erfolgreichen Abschlusses – in den darauffolgenden Wochen vollzogen werden.

Für den Produktionsbetrieb konnte trotz intensiver Marktansprache hingegen kein tragfähiger Investor gefunden werden. Eine Fortführung der Backstube ist daher wirtschaftlich nicht darstellbar. Die Produktion wird deshalb zum Ende des Monats Juli eingestellt.

Diplom-Wirtschaftsjurist Tobias Sorg, Insolvenzverwalter der Keim & Brecht OHG, erklärt:

„Unser Ziel war und ist es, möglichst viele Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten. Für das Filialgeschäft bestehen erfreulicherweise konkrete Übernahmeperspektiven. Gleichzeitig mussten wir jedoch feststellen, dass sich für den Produktionsbereich trotz intensiver Bemühungen keine tragfähige Lösung finden ließ. Die Einstellung der Produktion ist deshalb leider unausweichlich. Bis zuletzt werden wir alles daransetzen, den Investorenprozess für die Filialen erfolgreich zum Abschluss zu bringen.“

Der Geschäftsbetrieb in den Filialen wird bis zu einer möglichen Übertragung unverändert fortgeführt. Kundinnen und Kunden können die Filialen weiterhin wie gewohnt besuchen.